Orchester und Bigband des CvO begeistern beim erf(r)ischenden Frühlingskonzert

Big Band Leiselachs kleinSie kennen den Leiselachs nicht? Das ist nur eins von vielen Tieren, das die ansonsten schwungvolle und gut aufgelegte OssyJazzky-Bigband zum Schweigen bringen kann. In Anlehnung an das bekannte Handzeichen des „Leisefuchses“ kam während der Probenphase zum diesjährigen Frühlingskonzert gleich ein ganzer Zoo von Leisetieren in Form von Gesten zum Einsatz, der immer wieder für gute Stimmung sorgte. Wie sehr sich die Schülerinnen und Schüler mit diesem Maskottchen identifizieren, zeigt das Geschenk, das sie ihrem Leiter Markus Grünter im Anschluss an das Konzert machten (s. Foto).

Doch nicht nur die OssiJazzky-Bigband, auch das Ossietzky-Orchester war am Donnerstag, 8. Juni beim kurzweiligen Konzert mit klassischen und modernen Stücken zu hören. Die beiden Ensembles vom CvO wechselten sich in einem musikalischen Wettstreit miteinander ab. Dabei war einer der Höhepunkte des abwechslungsreichen Abends in der Schulaula das Cellokonzert in C-Dur von Joseph Haydn, auf das sich die Abiturientin Rebekka Jelinek parallel zu ihren Abiturprüfungen vorbereitet hatte. Sie konnte das anspruchsvolle Stück sowohl technisch als auch dynamisch sehr überzeugend  darbieten und erntete anschließend reichlich Applaus. Während des kurzen Intermezzos durften sich Zuhörer und Musiker über die Pausenbar des Vereins der Freunde und Förderer (VFF) des CvO freuen, der Erfrischungen und Snacks bereithielt.

Nach der Pause wartete die OssiJazzky-Bigband mit einer ganz anderen Überraschung auf: Neben vielen Schülersolisten, wie Nicola Wolter am Alt-Saxophon und Markus Carlos-Hein an der Gitarre, durfte das Publikum Ben Schalnus aus der 7a als Schülerdirigenten bewundern. Er bewies ein hervorragendes Rhythmusgefühl, das sich unmittelbar auf die Bigband übertrug. So gab es an diesem frühsommerlichen Abend neben beliebten Bigband-Klassikern auch Filmmusik aus James Bond und moderne Popsongs von Freddy Mercury bis Bruno Mars zu hören.

Das Ossietzky-Orchester konnte hier locker mithalten und erweiterte die Spanne der klassischen Musik, vertreten durch Tchaikovsky, Dvorak und Grieg, durch moderne Arrangements des „Drunken Sailors“ und zweier südamerikanischer Tangos. Das Orchester konzertierte konzentriert und nahezu fehlerfrei. Besonders beeindrucken konnte Jan Pridik (Jahrgangsstufe EF) am Kontrabass mit einem Solo und einem Basso Continuo in drei Sätzen des modernen ungarischen Komponisten Ligeti, die von Markus Cella, dem Dirigenten des Ossietzy-Orchesters, speziell für das Schulorchester arrangiert worden waren. Die dritte Dirigentin im Bunde, Annette Plucinski, erwies sich als wahres Multitalent, indem sie zwischen ihrer Rolle als Dirigentin von beiden Ensembles und ihrem Können als begleitende Pianistin hin- und herwechselte.

Zu Ende ging die stimmungsvolle Soiree mit reichlich Dank sowohl von Seiten der Schulleiterin Frau Krahé-Feller an die Musiker und beteiligten Kollegen, als auch von Seiten der Schüler an ihre Lehrer in ihrer Funktion als Leiter der Schulensembles, die sie in den wöchentlichen Proben, aber auch während der Probenfahrten so intensiv auf den gelungenen Auftritt vorbereitet hatten.

Freuen dürfen sich alle Musiker auf das Treffen mit dem niederländischen Partnerorchester im Januar des kommenden Jahres in Leiden (NL). Ob die den Leiselachs kennen? Was für eine Frage! Schließlich wohnen sie am Meer und lieben den Fisch – und die Musik - ebenso wie wir.

Fotos und Text: Antje Sebastian

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