LUKE! im CvO

Luke im CvO

Dienstag, 21.02.2017, CvO-Aula. Tosender Applaus, dann erwartungsvolle Stille. Sehr viele Schüler und etliche Lehrer haben sich am Ende der Mittagspause versammelt, um den ehemaligen CvO-Schüler Luke Mockridge zu sehen. Jetzt, mehr als 10 Jahre später, ist das nicht mehr Lukes Welt. Seit einiger Zeit tourt er als Comedian und Entertainer mit Solo-Programmen durch die Republik und füllt große Säle. Im Fernsehen hat er seine eigene Show: „LUKE! Die Woche und ich“. Kaum ein Jugendlicher, der ihn nicht kennt.

Im Frühjahr 2017 läutet Luke Mockridge mit einem neuen Sendeformat in seiner ersten Prime-Time-Show "LUKE! Die Schule und ich" in SAT.1 (um 20.15 Uhr also) den Gong für die unterhaltsamste Doppelstunde Deutschlands. Tickets für die neue Comedy-Quiz-Show gibt es ab sofort unter www.myspass.de/tickets. Produzent ist Brainpool TV.

Wie lautet noch mal die vierte binomische Formel, wovon ernährt sich eigentlich eine Hypotenuse und wie heißt die Hauptstadt von Pythagoras? Das Entertainment-Multitalent lädt VIPs gegen Kids in sein Show-Zimmer und lässt vier Promis gegen Schüler verschiedener Jahrgangsstufen die Bank drücken und ihre Schullaufbahn noch einmal durchleben. Sie treten in unterschiedlichsten Fachgebieten zu „lehrreichen“, innovativen oder experimentellen Aufgaben an – körperliche und künstlerische Ertüchtigung inklusive. Und damit sich die prominenten „Nachsitzer“ richtig anstrengen müssen, scoutet Luke Mockridge die Kids persönlich an ihren Lehranstalten. Wer kommt schon auf dem Grundschul-Level ins Schwitzen? Wer kann in der Mittelstufe mithalten? Und wer schafft vielleicht sogar einen erfolgreichen Abschluss in 90 Minuten?

Heute ist erster Drehtag, auf eigenen Wunsch in der Schule, wo Luke seine Mittelstufenjahre verbracht hat. Zunächst schaut er sich im Lehrerzimmer um - als Schüler galt das ihm als „heilige Halle“, wo er sich nicht gerne blicken ließ - und kann sich nun ganz salopp mit der eher gefürchteten Klassenlehrerin unterhalten. Später trifft er noch seinen Chemielehrer, den er seinerzeit nicht glücklich machen konnte.

Mit großer Neugier blättert er im Zimmer der Direktorin im sorgfältig aufbewahrten alten Klassenbuch und findet merkwürdige Einträge über sein Verhalten, die er damals gar nicht zur Kenntnis genommen hatte. Und wundert sich über den gewollten oder ungewollten Humor der pädagogischen Autoren.

Vor der Schülermasse in der Aula bekennt er: „Ich habe mich schwer getan mit der Schule. Ich habe viel Mist gebaut. Hat mir damals allerdings Spaß gemacht. Noch Fragen?“ Huch, mit so vielen Meldungen hat er wohl doch nicht gerechnet. „Hattest du auch mal einen Tadel bekommen?“, will ein Schüler wissen. „Einen?“ Großes Gelächter, man hat verstanden. „Was isst du am liebsten?“ „Alles, was meine Mama kocht.“ Man tauscht sich über verschiedene Lieblingsgerichte aus. Luke lässt sich so sehr auf die Schüler ein, dass die vorgesehene halbe Stunde viel zu schnell vorbei ist. Seine Crew gönnt ihm noch ein paar Zusatzminuten.

Und dann geht es wieder an die Arbeit. Viele Schüler müssen zum Nachmittagsunterricht oder in eine Arbeitsgemeinschaft. Und Luke begibt sich mit den Leuten von der Produktionsfirma in  einen Unterrichtsraum. Dort treffen sie sich mit 31 Schülern aus Mittel- und Oberstufe, die sich für die Teilnahme an der Quizshow beworben haben. Es fällt den Schülern leicht, ihre Stärken zu zeigen, mit denen sie die Promis im Wettbewerb schlagen wollen. Luke erweist sich als verlässlicher Scout und wunderbarer Mutmacher. Vincent hat kein Problem, sehr lebensnah eine Passage seiner textreichen Rolle zu rezitieren, die er in dem aktuellen Stück des Theaters der Jugend in Beuel spielt. Hannah singt einen Satz aus der Oper, in der sie gerade am Bonner Opernhaus mitspielt, und erläutert den Sinn ihrer eigenwilligen Intonation. Tanzeinlage, Trompetensolo, Gitarrenduett mit Luke. Dänische, indische Kultur, integriert in den deutschen Alltag. Luke streut die vom Team vorbereiteten Quizfragen so geschickt in den Smalltalk ein, dass kein Bewerber mehr merkt, dass es hier eigentlich darum geht, den Besten für die Show herauszufinden. Wenn eine Frage mal nicht beantwortet werden kann, so ist die Antwort doch so originell, dass es Luke oft genug den Atem verschlägt und das Team im Hintergrund aufpassen muss, nicht laut aufzulachen. Langes Staunen, als die Schüler nach mehr als zwei Stunden verabschiedet sind: nicht schlecht, was hier an Talenten zusammengekommen ist. Der Berichterstatter verlässt das Team, als man sich wegen der Qual der Wahl so schnell nicht einigen kann, wen man zum Besten küren soll.

Text und Fotos: Walter Christian

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