Lorenzo (Q1) gewinnt 36. Bundeswettbewerb Informatik

bwinf2Lorenzo Conti, Schüler der Jahrgangsstufe Q1 ist einer der Sieger des 36. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf). Er bestritt erfolgreich die Endrunde des Schülerwettbewerbs, die vom 25. bis 28. September in Paderborn stattfand. Ausrichter des Finales waren das Institut für Informatik und das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn.

„Ich bin überglücklich, den Wettbewerb als Bundessieger abzuschließen“, erklärte der 16-jährige. Er erhält einen Geldpreis von 750€ und wird in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. „Das ist wirklich eine tolle Auszeichnung, die mir viele Chancen eröffnen wird“, freute sich Lorenzo.

Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Beim 36. BwInf waren 1.464 Teilnehmende dabei, so viele wie seit 1993 nicht. In den ersten beiden Runden hatten die Teilnehmenden teils umfangreiche Programme entwickelt, unter anderem zur Berechnung der wunschgemäßen Zimmerverteilung bei einer Klassenfahrt. Bereits eine Teilnahme an der ersten Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte.

Die besten 25 Teilnehmer der zweiten Runde wurden zum Finale nach Paderborn eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste Lorenzo im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen einer Jury aus hochkarätigen Experten präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen und insbesondere Problemlösungskompetenz der Schülerinnen und Schüler geprüft. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen. Bei der ersten Aufgabe sollten logische Formeln eingesetzt werden, um u.a. WLAN-Router störungsfrei zu konfigurieren und die Arche Noah konfliktfrei zu belegen. Die zweite Aufgabe beschäftigte sich mit Problemlösungen rund um die Entwicklung von Smartphone-Apps für Blinde.

Der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Till Tantau von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung der Finalisten: „Informatiktalente, wie wir sie in diesen Tagen erlebt haben, werden dringend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Für Lorenzo Conti ist klar, dass es für ihn nach seinem Abi mit Bits und Bytes weitergeht.

Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf). BWINF ist darüber hinaus für die Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Text: Aus der Pressemitteilung des BWINF, Foto: Stefan Hermes

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