Theaterabend „Ein ganz gewöhnlicher Jude“

Wie sollen wir als Schule an die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte
erinnern? Wie kommen wir darüber ins Gespräch? Was tun wir angesichts der
Fremdenfeindlichkeit und des Rassismus in Deutschland im Jahr 2019?

Diese Fragen beschäftigen den bilingualen Projektkurs Geschichte der
Jahrgangsstufe Q1 von Frau Grimnes und den Religionskurs der Jahrgangsstufe Q2
Frau Sebastian. Gemeinsam mit der Oberstufenkoordinatorin Frau Hammerschmidt
besuchten die beiden Kurse am 28.01.2019 im Bonner Haus der Springmaus das
Theaterstück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ von Charles Lewinsky. Das Stück
handelt von Emanuel Goldfarb, Sohn von Holocaust-Überlebenden, der eine
Einladung des Kurt-Tucholsky-Gymnasiums erhält, um dort in einer Klasse Fragen
zum Judentum zu beantworten. Goldfarb nimmt die Zuschauer auf eine Reise in
seine Vergangenheit mit, auf der er versucht zu klären, dass man nicht erklären
kann, was Judentum bedeutet, obwohl…

Im Anschluss fand ein interessantes Publikumsgespräch mit den Veranstaltern über
das Stück und die Themen Antisemitismus, Jüdischsein und Erinnerungskultur
statt. Eine Schülerin regte an, dass die Veranstalter den Schulen Tipps geben
könnten, wie das schwierige Thema den Schülern von heute auch emotional
nähergebracht werden könnte. Ein beeindruckender Beitrag einer Zeitzeugin aus
dem Publikum rundete den Abend ab. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler
wurde im Laufe des Abends mehrfach durch die Veranstalter anerkennend gewürdigt.

Text: Sonja Grimnes, Antje Sebastian

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