Kalifornien26 1Im Frühling 2026 hatten wir die tolle Gelegenheit, im Rahmen unseres Schüleraustausches nach Kalifornien zu reisen. Die Reise begann allerdings anders als geplant.
Eigentlich sollte unser Flug am 20. März von München direkt in die USA gehen. Kurz nach dem Start musste das Flugzeug jedoch umkehren, da es Probleme mit dem Druckausgleich gab. So kamen wir unerwartet zu einem unfreiwilligen Rundflug über Deutschland und einer Geschichte, die wohl keiner von uns so schnell vergessen wird.
Da sich die Abreise verzögerte, verbrachten wir die nächsten Tage in München und versuchten, das Beste aus der Situation zu machen. Statt Kalifornien stand zunächst eine spontane Stadterkundung Münchens auf dem Programm.
Am 23. März klappte die Anreise schließlich problemlos. Nach der Landung in San Francisco wurden wir von Jack und Carolyn, den Organisatoren des Austauschs und Freunden von Frau Knittel, abgeholt. Anschließend ging es auf die etwa siebenstündige Fahrt nach Arcata im Norden Kaliforniens.
In den folgenden Tagen lernten wir die Region und den amerikanischen Alltag kennen. Dazu gehörten Besuche der Arcata Plaza, ein gemeinsames Essen in einem mexikanischen Restaurant sowie Ausflüge an die Küste. Besonders auffällig war für viele von uns, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler bereits ein eigenes Auto besitzen und damit ganz selbstverständlich zur Schule fahren.


Kalifornien26 3Ein Höhepunkt war der Besuch des Ferndale Beach nach einem lokalen „No Kings“-Protest. Am Abend trafen sich alle Austauschschülerinnen und Austauschschüler zu einem gemeinsamenKinobesuch. Der Science-Fiction-Film im ältesten Kino Kaliforniens sorgte für gute Stimmung und war ein gelungener Abschluss eines ereignisreichen Tages.
Auch kulturelle und soziale Aktivitäten kamen nicht zu kurz. An einem Sonntag nahmen wir an einem Gottesdienst teil und halfen anschließend beim Packen von Süßigkeiten für bedürftige Kinder. Danach unternahmen wir mit Jack einen Ausflug in die Berge. Auf etwa 1000 Metern Höhe erwarteten uns beeindruckende Aussichten, Wildtiere und sogar Schnee. Da wir die meisten Sehenswürdigkeiten bequem mit dem Auto erreichten und jeweils nur kurz ausstiegen, bezeichneten wir die Tour scherzhaft als „amerikanische Wanderung“.
Für Gesprächsstoff sorgte außerdem eine außergewöhnliche Bekanntschaft: Zwei Schülerinnen hatten einige von uns zuvor bei einem Aufzugsausfall an ihrer Schule kennengelernt. Nach einem technischen Defekt mussten die Eingeschlossenen von der Feuerwehr befreit werden – zum Glück ohne Verletzte. Gemeinsam besuchten wir später den Redwood Park mit seinen riesigen Mammutbäumen, wanderten bei strömenden Regen durch den Regenwald der gemäßigten Zone (bis auf die letzte Faser durchtränkt) und verbrachten den Abend am Strand, wo wir (wieder getrocknet) einen beeindruckenden Sonnenuntergang über dem Pazifik erleben konnten.
Kalifornien26 2Nach zwei tollen Wochen in Arcata ging es für uns zum Abschluss unseres Schüleraustauschs noch für fünf Tage nach San Francisco.
Gleich am ersten Tag machten wir einen Ausflug nach Chinatown. Dort gab es viele bunte Geschäfte, chinesische Restaurants und eine ganz besondere Atmosphäre. Es fühlte sich an, als wären wir in einer anderen Welt angekommen. Besonders die vielen Dekorationen und die belebten Straßen haben uns gefallen.
Am nächsten Tag besuchten wir ein Museum und erfuhren einiges über die Geschichte und Kultur der Region. Danach ging es ins berühmte Hippie-Viertel Haight-Ashbury. Die bunten Häuser, kleinen Läden und die entspannte Stimmung machten den Stadtteil zu einem besonderen Erlebnis. Dort konnte man gut erkennen, warum dieser Ort so bekannt geworden ist.
Ein weiteres Highlight war die Fahrt mit den berühmten Cable Cars. Während wir durch die Stadt fuhren, konnten wir viele schöne Ausblicke genießen und das typische San-Francisco-Gefühl erleben.
Am Abend besuchten wir ein Baseballspiel zwischen San Francisco und Philadelphia. Für viele von uns war es das erste Baseballspiel überhaupt. Die Stimmung im Stadion war unglaublich, und obwohl wir nicht immer jede Regel verstanden haben, war es spannend, das Spiel live mitzuerleben. Besonders die Begeisterung der Fans und die typisch amerikanische Atmosphäre machten den Abend unvergesslich.
Die Tage in San Francisco waren ein gelungener Abschluss unseres Austauschs. Wir haben viele neue Eindrücke gesammelt, interessante Orte entdeckt und gemeinsam eine Menge erlebt. Mit vielen schönen Erinnerungen ging schließlich eine spannende und unvergessliche Reise zu Ende.

Anmerkung: Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.

von Lotta, Allegra, Samuel und Mia